Interview mit Project Wings

Wir haben die Spendenzahlungen aus den Verkäufen der Kollektion „Wings“ zum Anlass genommen, ein kleines Interview mit Project Wings zu führen. Wie es der Organisation geht und wo die Spenden durch unsere nachhaltige Mode helfen, erfahrt hier:

Hi, erzählt doch mal: Welche Ziele habt ihr letztes Jahr erreicht? Was war euer größter Erfolg?

Project Wings: Unser Ziel ein selbsttragendes System zu etablieren, konnten wir auch im letzten Jahr erfolgreich ausbauen. Aufgrund der aktuell herausfordernden Situation war es unserem Projektleiter während des ganzen Jahres nicht möglich, vor Ort in Indonesien zu sein. Doch insbesondere wegen unserem Ansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“, einem sehr engagierten Team und treuen Unterstützer*innen, konnten wir die Zahl der festen Mitarbeitenden innerhalb des letzten Jahres vervierfachen. Jeden Tag erhalten wir Bild- und Videomaterial vom aktuellen Stand der Arbeit und können so live mitverfolgen, mit wie viel intrinsischer Motivation sie Schritt für Schritt das Projekt voranbringen.

Das größte Recyclingdorf der Welt wächst also mit jedem Tag. Unser bisher größtes Bauprojekt, ein Coworking Space, befindet sich in der Fertigstellung. Allein in diesem Gebäude sind ca. 30.000 Ecobricks verbaut, also rund 15 Tonnen gesammeltes Plastik aus der Natur.

Insgesamt konnten wir den Menschen vor Ort bereits über 90.000 Ecobricks abkaufen und über 25.000 Bäume pflanzen. Das alles ist vor allem dank unseren ca. 4.600 Unterstützer*innen möglich geworden.

Zu unserer Project Wings Family haben sich starke Schirmherr*innen wie Culcha Candela, René Adler und Lilli Holunder gesellt. Dazu wurden weitere starke Unternehmens-kooperationen aufgebaut, die es uns ermöglichen, weitere Mitarbeiter*innen sowohl in Indonesien als auch in Deutschland einzustellen.

Ein großer Erfolg gegen Ende des Jahres war die Auszeichnung unserer Mitbegründerin

Leonie Deimann mit dem ersten „Sonderpreis Zukunft“, welcher von der Goldenen Bild der Frau vergeben wurde.

Generell ist es als großer Erfolg zu verzeichnen, dass Project Wings in der Corona-Zeit in allen Bereichen deutlich wachsen konnten.

Und was sind eure Pläne für 2022? Und wie wollt ihr das erreichen?

Project Wings: In Deutschland wollen wir Umweltschutz gesellschaftsfähig machen.

Im Recyclingdorf stehen der Bau des Marktplatzes und des Bildungszentrums an. Auch die Trashbank – der Ort, wo Müll gesammelt, getrennt und gereinigt wird – soll weiterhin ausgebaut und mit neuen Technologien ausgestattet werden.

Gegen Mitte des Jahres wird eine 5-teilige taff-Dokumentation über Project Wings erscheinen, wobei es Zuschauer*innen im Rahmen der Dokumentation möglich ist, exklusiv hinter die Kulissen des Projekts zu schauen und spannende Hintergrundinformationen zu erhalten.

Um die Öffentlichkeitsarbeit auszubauen, starten wir bald mit der Produktion eines eigenen Wassers, das es voraussichtlich ab März 2022 zu kaufen gibt. Die Flasche, in der wir das Getränk herausgeben werden, ist nach aktuellem Stand die nachhaltigste Flasche Deutschlands. Der Gewinn geht dabei als Spende an Project Wings.

Ihr habt jetzt auch die Spenden von den Kundinnen und Kunden aus der Kollektion erhalten. Wo helfen sie euch derzeit?

Project Wings: Der Gunung Leuser Nationalpark auf Sumatra ist ein Regenwald mit der zweitgrößten Artenvielfalt der Welt und muss daher bestmöglich geschützt werden. Da dort seltene Tierarten, unter anderem der vom Aussterben bedrohte Sumatra Tiger und die orangenen Riesen des Waldes, die Orang-Utans, leben, benutzen wir Eure Spenden gezielt, um unsere Ranger zu weiterhin zu finanzieren und auszurüsten, die gegen Wilderer vorgehen, Tierfallen aufspüren und diese beseitigen.

Wo seht ihr derzeit die größten Herausforderungen?

Project Wings: Als eine der am schnellsten wachsenden Hilfsorganisationen Deutschlands, sind die größten Herausforderungen weiter gesund zu wachsen, bedachte weitsichtige Entscheidungen zu treffen und mit steigender Anzahl an Mitarbeiter*innen die Kommunikation und Koordination weiter auszubauen. Wir sind an allen Herausforderungen, die uns innerhalb der knapp 3 Jahre seit Gründung in den Weg kamen, immer gewachsen und haben stets Lösungen gefunden, weswegen wir uns auch sicher sind, dass wir für aktuelle und zukünftige Herausforderungen immer Lösungen finden werden.

Gibt es noch etwas, das ihr die espero Community Wissen lassen möchtet?

Project Wings: Wir alle befinden uns in einer Zeit der Ungewissheit und genau darin liegt die Chance für jede(n) Einzelne(n), einen individuellen Unterschied zu machen. Nur durch bewusste Entscheidungen von Dir, von uns, von vielen einzelnen Menschen befinden wir uns in einer Situation, in der das Thema Nachhaltigkeit in nahezu alle Branchen angekommen ist. Das Sortiment rund um plastikfreie Produkte, nachhaltige Klamotten, alternative Möglichkeiten etc. wächst kontinuierlich, was deutlich macht, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden.

Nur durch aktives Handeln und den ersten Schritt verändern wir die Welt.

Herzlichen Dank für Eure Unterstützung, Espero! Danke für Eure Arbeit und den damit verbundenen Beitrag zum Umweltschutz!